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Startseite    Die Kurische Nehrung    Geschichte    Von XIII. Jahrhundert bis zur Nachkriegszeit 

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Von XIII. Jahrhundert bis zur Nachkriegszeit

Ein konkreteres Bild über die Entwicklung der Kurischen Nehrung können wir erst seit dem XIII. Jahrhundert, seit der Eroberung dieses Territoriums von Deutschen Orden und dem Anfang der Fixierung der Ereignisse in den historischen Quellen bilden, die mit der Nehrungsadaptation – aus strategischer Sicht gesehen wichtiges Teritoriums - verbunden sind. Für diesen Zweck wurden in der Kurischen Nehrung einige Burge des Ordens aufgebaut, die wichtigste - Rasytes (Rossitten, heute Ribačij) – die das erste Mal im Jahre 1372 erwähnt worden ist. Sie stand hier bis Ende des  XV. Jahrhunderts. Schon damals war die Kurische Nehrung eine wichtige Verbindungskette zwischen Marienburg und Riga. Um die Kommunikationsfunktion zu sichern wurden hier Kneipen eröffnet, was entscheidend für die Gründung der neuen Siedlungen war. Während der Abhängigkeitsperiode der Kurischen Nehrung zum Orden  bis zum Anfang des  XVI. Jahrhunderts werden Ortsnamen erwähnt, mit denen die Siedlungsformierung verbunden ist.: Sarkuva (Sarkau), Kuncai (Kunzen), Rasyeė (Rossitten), Pilkopa (Pillkopen), Nida (Nidden), Karvaiciai (Karwaiten), Nagliai (Negeln), Juodkrante (Schwarzort), Smiltyne (Sandkrug).
Anfang des XVI. Jahrhunderts – eine Zeit der bedeutender Veränderungen: der Staat des Ordens brach zusammen und anstelle dessen fand sich das weltliche Fürstentum des Preußens, dessen integriertes Teil die Kurische Nehrung war. Die Reformation brachte in dieses Land Respekt für die Muttersprache mit, was bedeutet, daß seit diesem Zeitabschnitt bis zur Mitte des XX. Jahrhunderts in der Kirchen auch litauische Sprache läutete.
Das herrschende Luthertum und die mit den schweren Zeichen des Daseins gekennzeichnete Existenz formte das geistliche Leben der Einwohner der Kurischen Nehrung, ihre sittliche Bestimmungen, in denen Wahrheit, schwierige Arbeit, Ordnung bewertet wurden. Außerdem, im Zusammenschnitt der XV – XVI. Jahrhunderten haben sich die Kurren (,,Kursininkai“-die Bewohner der Kurischen Nehrung) in der Kurischen Nehrung niedergelassen, die lettisch gesprochen haben und bis zum Zweiten Weltkrieg am bedeutendsten die ethnische Eigenart der Nehrung repräsentierten. Es waren Fischer, die mit den Segelbooten von besonderer Konstruktion – Kurrenhahnen- die kurische Haff durchquerten und deren Masten von den Windfahnen geschmückt waren. Eine ärmliche Existenz zwang die Bewohner der Kurischen Nehrung (,, kuršininkai“- Kurren) die Krähen fangen zu lernen und sie als Nahrung zu benutzen und hat seine asketische Wohnungs- und Bekleidungsstil bestimmt.
Nida – der beliebte Sommerort der berühmten Menschen
Am Ende des XIX. Jahrhunderts machte Nida die hier gerne die Sommer verbringende deutsche Expressionisten bekannt, die eine Kolonie der Maler in Nida geformt haben (Max Pechstein, Lovis Corinth, Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Mollenhauer ir kt.), deren "Residenz" ein von den ältesten in Nida, im Jahre 1867 gebautes Hotel von Hermann Blode war. Während eines halben Jahrhunderts, als hier der Malerverein blühte, verweilten im Hotel von H. Blodė, nicht nur viele Maler, sondern auch die Literaten Hermann Sudermann, Ernst Wiechert, Agnes Miegel, Fritz Kudnig, Psychoterapeut Sigmund Freud und andere. Zwischen den Ehrengästen dieses Hotels war auch Nobelpreisträger Schriftsteller Thomas Mann, der das erste Mal am 24. August 1929 ankam und einige errinerungsvolle Tage im Hotel von H. Blodė verbrachte. Bezaubert von der Landschaft der Kurischen Nehrung und dem Aura der Fischerdörfchen in Nida, beschloß er hier ein Sommerhaus zu bauen, in dem er drei Sommer (1930 - 1932) verbrachte und ein Teil der Trilogie "Josef und seine Brüder" schrieb.
Das Gewerbe des Kurortes, das in der Kurischen Nehrung besonders am Anfang des XX. Jahrhunderts aufblüte, wurde hier zur wirtschaftlichen Alternative der traditioneller Fischerei. Außerdem, der Wachstum der Kurorte entschied Baukunstinnovationen: neben den alten Fischerhäusern, deren Dächer von Haferspreu geschmückt waren und an denen blaue Farbe dominierte, wuchsen nicht große, oft aus Ziegelsteinen erbaute Villen, große Hotels, deren Namen eine Achtung für die örtliche ethnische Traditionen zeigte ("Kuršių kiemas" - "Kurischer Hof", "Kuršių elnias" - "Kurischer Elch").
 
Die geographische und politische Lage nach 1923
Das erste Mal im Jahre 1923 innerhalb 700 Jahren riß Kurische Nehrung die Staatsgrenze um: die Strecke von Nida bis Smiltyne wurde zum Teil der Litauischen Republik in der Zusammensetzung der autonomischen Region Klaipeda. Das brachte große Veränderungen ins Leben der Bewohner Kurischer Nehrung, obwohl ein Teil denen wurden zum Bürger der Deutschland, der andere Teil - zu litauischen Bürger.
Hier blühte weiterhin das Kurortgeschäft, der bis zur 10 Tausend Urlauber in der Saison heranzog. Im Jahre 1939 zu Litauen gehörender Teil der Kurischen Nehrung, so wie ganzes Gebiet von Klaipeda (Memelland), wurden wieder zum Deutschland angeschloßen, jedoch dieses Ereigniss und sogar der zweite Weltkrieg haben das gewöhnliche Leben im Kurort nicht sehr gestört. Aber im Sommer 1944 war für die Kurische Nehrung verhängnissvoll: bei der Anrückung des Frontes alle Einheimischen waren gezwungen nach Deutschland abzuweichen und mehrere von ihnen kehrten nicht mehr zurück. Plötzlich brach die langjährige kullturelle Tradition der Kurischen Nehrung ab, in der Sitten und Sprache der Deutschen, Kurren ( Bewohner Kurischer Nehrung) und der Litauer sich verflochtet haben. Der Rad der Geschichte nach 700 Jahren war fertig mit der Zeichnung einer Bahn und fing an ganz neue Spur zu laufen, in dem das historische Gedächtnis von der neuen Erfahrung bereichert wurde.
 
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