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Im Jahre 1855 bei der Vertiefung des Schiffweges bei Juodkrante haben die Arbeiter Bernstein im Schlamm gefunden. Diese Entdeckung hat das Interesse von verschiedenen Geschäftsmännern erregt. Als erster machte sich der ehemalige Müller, Schiffsbesitzer und späterer Wirt der Stadt Klaipeda, Wilhelm Stanynas an das organisierte Graben vom Schlamm aus dem Haffgrund mit der Suche nach Bernstein. Als sich daran die Kaufleute aus Danzig beigesellt haben, wurde eine Gesellschaft des Grabens von Bernstein aus Haffgrund abgeschlossen. Da kam auch die Regierung zur Hilfe, die das Bett für Schiffgehen zwischen Klaipeda und dem Ufer vertieft hat und aus den Arbeiten der Suche des Bernsteins den Nutzen auch für sich selbst haben mochte. Nach der Vereinigung der Kräfte ist die Gesellschaft Schritt für Schritt reicher geworden.
Die Gesellschaft hat gefördert, auch die Einwohner von Juodkrante dem Graben des Bernsteins nachzuhängen. Sie brauchte billige Arbeitskraft. Bei der Vergrößerung des Arbeitsumfangs wurden nördlich von Juodkrante die geräumigen Baracke gebaut, Schiffreparaturwerkstätte geöffnet, Haffkai, Werkstätte für Produzieren der Bekleidung für Taucher eingerichtet. Juodkrante ist schrittweise ein industrielles Städtchen geworden.
Die Grabensarbeiten des Bernsteins fanden nur im Sommer - in drei Schichten etwa 30 Wochen pro Jahr statt. Der vom Haffgrund aufgehobene Bernstein sollte gesäubert, von den Zusätzen entfernt werden. Vom Jahre 1860 bis zum 1980 wurde durchschnittlich etwa 75 Tausende kg von Bernstein pro Jahr ausgegraben. Wenn sich der Abbau von Bernstein vermindert hat, wurde im Jahre 1890 der Vertrag der Grabensarbeiten nicht mehr verlängert. Die Grabensarbeiten in Juodkrante wurden deswegen abgebrochen.
Beim Graben vom Buchthafen wurde im Haffgrund die Kollektion der Bernsteinerzeugnisse aus dem Mittelneolithikums- Messingzeitalter gefunden, die später als Bernsteinschatz genannt wurde.
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